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Auf den letzten Metern mit leerem Tank liegen geblieben…

Im letzten Spiel des Jahres standen die Männer der USG Chemnitz in der Bezirksliga bei Rotation Weißenborn vor einer schwierigen Auswärtsaufgabe. Nachdem Pflichtsieg im Abstiegskampf in der letzten Woche, rechnete man sich mit immerhin 9 Feldspielern und zwei Torhütern durchaus Chancen aus.

Nach torreichen ersten Minuten konnten sich die Deckungsreihen beider Mannschaften stabilisieren und die USG Männer erarbeiteten sich insbesondere durch zahlreiche starke Paraden ihres Keepers Florian Schulz einen Vorsprung. Einige schnelle Angriffe  wurden erfolgreich abschlossen und im Positionsangriff wurde mit der notwendigen Geduld gespielt.

Zu einem kleinen Bruch im Spiel der Chemnitzer kam es durch die Verletzung von Malte Schmidt. In dieser Phase geriet man erstmals in Rückstand und es zeichnete sich ab, dass man sich in der Abwehrarbeit auf den Weißenborner halblinken Rückraumspieler konzentrieren musste. Nach einer Auszeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen konnte. Folgerichtig ging es nach einem durch den Chemnitzer Keeper gehaltenen Strafwurf und einem Tor durch Erik Battram mit 18:18 in die Pause.

Das Unentschieden zur Halbzeit zeigte, dass Punkte im Bereich des Möglichen lagen und motivierte die USG Männer, von denen einige inzwischen schon ein wenig müde wirkten, für die zweite Halbzeit. Rotation Weißenborn agierte nun mit einer Manndeckung für USG Mittelmann Dominik Krumm. Nachdem in der letzten Woche die Schiedsrichter extrem verschwenderisch mit Zeitstrafen umgegangen waren, sah man sich an diesem Wochenende mit dem kompletten Gegenteil konfrontiert. Insbesondere Alexander Böddicker, welcher die Rolle des Chemnitzer Spielmachers übernommen hatte, musste darunter leiden. Bereits früh waren die Wechselmöglichkeiten der USG ausgeschöpft. Nach Malte Schmidt in der ersten Hälfte verletzten sich auch Kevin Tautenhahn und Constantin Sabisch, so dass die verbliebenen Feldspieler nun durchalten mussten. Mit klaren Vorteilen für die USG auf der Torhüterposition blieb das Spiel ausgeglichen. Im Angriff wurde viel Druck auf der linken Seite erzeugt, so dass Johannes  Fischer mit starken Einzelaktionen und der sicher treffende Tim Onken auf der rechten Außenposition immer wieder zu Torerfolgen kamen. Leider konnte die Chemnitzer Defensive trotz aller Bemühungen kein Mittel gegen den  Weißenborner halblinken Rückraumspieler finden. Letztlich entschied sich Coach Jörg Leonhardt für eine Manndeckung aber der gegnerische Spielmacher wusste sich gekonnt im Spiel 5:5 in Szene zu setzen.

Mit einem Tor Rückstandstand ging es in die letzten fünf Minuten der Spielzeit. Leider fehlten nun die Konzentration und ganz sicher auch die Kraft, um der Weißenborner Schlussoffensive standzuhalten. So wurden einige Chancen leichtfertig vergeben und in der Abwehr waren die Beine schwer. So wuchs der Rückstand in wenigen Minuten bis zum Schlusspfiff noch auf 5 Tore an.

Sicherlich kann man sich auf Chemnitzer Seite nach dieser Niederlage nicht allzu viel vorwerfen. Gegen einen starken Gegner hat man gut mitgehalten und bis wenige Minuten vor Schluss war die Überraschung möglich. Leider hat man zu keiner Phase des Spiels den Weißenborner Rückraumschützen in den Griff bekommen – 13 Tore sprechen eine eindeutige Sprache. Entscheidend waren aber letztlich die fehlenden personellen Alternativen und die schwindenden Kräfte des Bezirksmeisters. Ein Beinbruch ist diese Niederlage sicher nicht, denn mit dieser Leistung sollte man im neuen Jahr in der Lage sein, die wichtigen Spiele für den Klassenerhalt zu gewinnen.

Zuvor gilt es aber mit voller Konzentration die legendäre USG Weihnachtsfeier in Angriff zu nehmen. Konditionelle Schwächen sollten dort keinesfalls auftreten!        

USG: Schulz, Engel, Böddicker (4), Sabisch (1), Krumm (7/3), Schmidt (3), Fischer (5), Battram (3), Müller, Onken (5), Tautenhahn 

MV: Leonhardt

Geschrieben von Leo

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